AYURVEDA IM ALLTAG – MEHR PRANA FÜR IHR LEBEN
Autorin – Josephine Jeß – 5. August 2021
Morgens mit Lebensenergie aufstehen und Lust auf den Tag verspüren – das hat Ayurveda mit mir gemacht.
Ich kenne Ayurveda seit 2012, und seit 5 Jahren ist die Erfahrungswissenschaft mein täglicher Lehrer, Begleiter und Mentor. Sogar meine Mitarbeiterin, denn seit 4 Jahren darf ich diese wertvollen Erfahrungen weitergeben. Aber warum ist Ayurveda so faszinierend? Wie kann diese jahrtausendealte Wissenschaft aus Indien/Sri Lanka einen so großen Einfluss auf den Alltag hier in Nordeuropa haben?
Was mich an Ayurveda fasziniert, sind die Routinen und Rituale, die mir Stabilität, ein inneres Fundament und die Möglichkeit des täglichen Loslassens geben. Mit meinem Hintergrund in Psychologie war ich anfangs skeptisch gegenüber Gewohnheiten, da sie mir etwas Negatives zu sein schienen, doch mit der Zeit habe ich gelernt, was sie wirklich bedeuten. Ich habe gelernt, dass Routinen mich nicht einschränken, sondern mir Freiheit schenken und mir Raum zum Atmen geben. Ich habe mich kennengelernt, mich gefunden und meinen Mittelpunkt im Trubel des Alltags entdeckt.
Wie kannst du dir in deinem Alltag Routinen etablieren?
Ich habe 5 Tipps für dich, wie du deine passenden Routinen findest.
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WARUM – finde das WARUM hinter deiner Routine
Möchtest du mehr Stabilität in deinem Alltag? Willst du dich erden? Willst du dich für kommende Unwägbarkeiten stärken? Oder willst du mehr Anregung, öfter aus deiner Komfortzone heraustreten? Willst du mehr Energie haben? Willst du mehr Lebensenergie spüren?
Mache dir im ersten Schritt dein WARUM, deine Motivation, bewusst. So wird das Etablieren einer Routine leichter und nachhaltiger.
Wenn du Ayurveda und Konstitutionstypen schon kennst, kannst du mit Routinen deine Dysbalance ausgleichen. Hast du zu viel Hitze in dir, kann deine Motivation sein, etwas abzukühlen. Die Elemente helfen dir, dein Warum zu erkennen und die für dich passende Routine zu finden. Das führt uns direkt zum zweiten Schritt:
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WELCHE Routine möchtest du etablieren?
Nicht jede Routine ist für jeden Menschen gleichermaßen gut. Je nach Dysbalance ist eine andere Routine die richtige und wichtige. Denke daran: Du bist individuell und dir tut vielleicht etwas anderes gut als mir. Hast du schon ein Gefühl, welche Routine dir gut täte?
Schaue dir deine Dysbalance an und welche Elemente bzw. Energien in dir unterwegs sind, die dir nicht guttun oder zu viel/zu wenig sind. Wenn dir das bewusst wird, wird auch klarer, was dir hilft, ins Gleichgewicht zu kommen. Dann wird die Auswahl an Routinen kleiner und der Gedanke: "Ich MUSS nicht mehr alles machen, sondern kann gezielte Routinen für mich nutzen" ist eine riesige Erleichterung.
Schaue also zuerst, welche Energie du ausgleichen willst, wovon du in deinem System mehr oder weniger brauchst, bevor du in "irgendeine" Routine springst.
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HERAUSFORDERUNGEN
Wenn ich mit meinen Coachees an Ideen oder Wünschen arbeite, kommt oft sofort ein großes ABER. Ich würde ja gern, ABER ich kann nicht ... Ja, wir kennen es alle. Wir alle haben einen stressigen Alltag und viele Rollen zu erfüllen. Es ist nicht leicht, uns selbst zu priorisieren. In diesem Schritt schauen wir auf die Hindernisse und prüfen sie auf ihren Realitätsgehalt.
Ich sage: Wenn dein WARUM und das WAS groß genug sind, dann schaffst du es auch, dein Hindernis zu überwinden oder kleiner zu machen, denn oft entstehen diese Herausforderungen und Hindernisse in unserem Kopf, in unseren Gedanken. Schreibe deine Herausforderungen und Hindernisse auf. Was hält dich zurück? Warum fällt es dir schwer, sie umzusetzen? Schaue sie mit einem gütigen Herzen und einem Lächeln an. Schaue auf dein WARUM und das WAS. Wie ist das Verhältnis zwischen beiden? Kannst du hier etwas verändern? Kannst du die Priorisierung neu ordnen?
Ja, du kannst! Und wenn es dir schwerfällt, kommt hier der nächste Schritt:
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SCHRITT FÜR SCHRITT
Mache einen kleinen Schritt und teste ihn. Probiere neue Routinen für dich aus, betrachte es als Spielplatz & genieße dieses Abenteuer. Skaliere deine Routine bei Bedarf herunter. Möchtest du zum Beispiel mit dem Meditieren beginnen, drehst dich aber gedanklich ständig im Kreis und findest keine Ruhe? Dann probiere Atemübungen oder eine bewegte Meditation. Sei nicht so streng. Probiere aus und verändere. Und tue es für dich. NUR für dich!
Frage dich daher im vorletzten Schritt: Wie kannst du deine gewünschte Routine möglich machen?
Welche eine kleine Routine möchtest du jetzt sofort umsetzen? Schreibe sie auf!
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KLEINE ERFOLGE FEIERN
Ich nenne das immer die AHA-Momente – meine Coachees sammeln diese wie Muscheln an einem schönen Strand, weil sie so kostbar sind.
Feiere dich für das, was du bereits erreicht hast. Danke dir dafür und sei stolz auf dich. Das ist das Wichtigste. Wir sollten den Spaß nie verlieren. Routinen sind nichts, was wir TUN MÜSSEN, um gesund zu bleiben, sondern etwas, auf das du dich freuen kannst – jeden Tag! Lass Gelassenheit und Leichtigkeit in deine Routinen fließen, und du wirst sehen, dass dir ayurvedische Routinen genauso viel Lebensenergie geben, wie sie mir gegeben haben.
Wenn du mehr über Ayurveda im Alltag und über meine Arbeit mit Prana Up Your Life erfahren möchtest, besuche uns gern. Du kannst auch unseren Prana-Typ-Test machen und herausfinden, was dir hilft, dein Energielevel zu erhöhen.